Stille Entwicklungen und rege Veränderungen

Leider haben in den letzten Wochen hier im Blog mal wieder Ruhe und Stille Einzug gehalten. Und das möchte ich jetzt ganz schnell wieder ändern. Denn obwohl ich wenig geschrieben habe in den letzten Wochen – turbulent war es trotzdem. Leider hat uns, neben der Baustelle und anderen Verpflichtungen, auch die Gesundheit der kleinen Maus auf Trab gehalten. Denn….

… vorherrschendes Thema der letzten Wochen war: unser Schatz ist krank. Erst wurde Scharlach diagnostiziert und sofort mit Antibiotika behandelt. Ohne unsere Kinderärztin hätte ich ihre Krankheit allerdings nicht als Scharlach erkannt – ich habe weder eine Himbeerzunge (oder Erdbeerzunge) oder den Ausschlag gesehen. Gut, dass sie da wesentlich mehr Erfahrung hat als ich. Dank des Antibiotikums war meine Kleine dann wieder recht schnell fit und nicht zu bändigen. Ich war froh, als ich wieder im Büro statt zu Hause arbeiten konnte und die Maus ihre Freunde zum Spielen wieder hatte. Zu Hause arbeiten und ein quietschfideles Kind parallel 9 Stunden beschäftigen ist nichts für schwache Nerven (oder sinnvolle Arbeitsergebnisse). Wir waren auf jeden Fall alle froh, dass sie wieder zur Tagesmutter gehen konnte.
Allerdings hielt die Freude nicht lange, denn am nächsten Wochenende ging es weiter: von jetzt auf gleich 40 Grad Fieber. Mein erster Gedanke: Oh nein -ein Rückfall. Das war es dann, der Göttin sei dank, nicht. „Nur“ in viraler Infekt. Das Fieber war dann auch nach zwei Tagen wieder verschwunden, aber sie hustet nach wie vor heftig vor sich hin. Diesmal habe ich mich dann auch wohlweislich „krank“ schreiben lassen von der Kinderärztin und hatte diesmal Zeit, mit meiner Maus zu kuscheln und zu toben, anstatt in der Küche zu sitzen und zu arbeiten. Das war in diesem Fall tatsächlich die bessere Variante. Gerade, wenn es ihr wieder ein bisschen besser geht, klappt es ja nur bedingt mit der Arbeit von zu Hause (vergleiche oben…). Häufiger als in diesen zwei Tagen habe ich den Satz „Maaaamaaaaa, kannst Du….“ glaube ich noch nicht gehört.
Nun ist sie wieder gesund und unterhält ihre Umgebung mit ihren Herzenswünschen („Ich bekomme eine Brüderchen…..“). Nein, wir sind nicht schwanger. Wie gesagt – ein Herzenswunsch neben dem Fahrrad.

Gerade in den letzten Wochen konnte ich aber auch beobachten, wie selbstständig sie mittlerweile ist und wie selbstverständlich sie viele Dinge mittlerweile eigenständig erledigt (meistens zumindest). Sie geht z.B. ganz alleine auf die Toilette. Mama darf jetzt nicht mehr mitkommen (Ausnahmen gibt es natürlich immer mal wieder). Auch ihre Routinen kennt sie mittlerweile und deckt ab und an auch schon mal den Abendbrottisch, wenn es Abendbrotzeit ist. Auch beim Kochen oder im Garten will sie immer mehr mithelfen und würde am liebsten täglich „ins Unkraut“ gehen. Sie sammelt mit Passion Erdbeeren und verjagt die Vögel (denn die klauen ja die Beeren…). Mit Joghurt und Getränken versorgt sie sich schon seit Monaten selbst.
Und auch sprachlich wird sie von Woche zu Woche hörbar besser. Ihr Wortschatz wächst und wächst; sie beginnt, Dinge zu umschreiben, die sie haben möchte und ihre liebste Frage ist „Warum?“ („Mama, warum ist ein Pferd auf Dein T-Shirt gestickt? Mama, warum ist Montag? Mama, warum ist Sommer?“). Die Lispelei bleibt ihr wohl noch ein bisschen erhalten. Aber bis zur Schule ist ja noch ein bisschen Zeit, daher mache ich mir um die Aussprache von CH, SCH, ST und SP bisher wenig Gedanken. Ab und an klappt es ja 😉
Neben der Selbstständigkeit wächst und gedeiht natürlich auch der eigene Wille. Mama darf nicht mehr ohne weiteres abends Kleidung für den Morgen heraussuchen – das macht sie bitte schön selbst. Sie möchte außerdem entscheiden, was es wann zu essen gibt („Mama, Eis zum Frühstück!!“) und wie das Nachmittagsprogramm aussieht („Mama, heute gehen wir Schuhe kaufen“). Tanzen und Klettern sind nach wie vor ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen. Hinzu kommt immer mehr das Spiel mit Puppen und Kuscheltieren, Tee Parties werden gefeiert und Ausflüge unternommen. Gerne geht sie auch mit ihren Lieblingen zum „Aufkaufen“ zu Aldi. Außerdem liebt sie ihre Bücher und Hörspiele und weiß genau, bei welchem Buch wir an welcher Stelle stehengeblieben sind. Immer mehr interessiert es sie, welche Zahlen und Buchstaben geschrieben stehen und so werde ich bei der Autofahrt bei sämtlichen Autokennzeichen, Werbetexten und Hausnummern nach deren Bedeutung gefragt. Das Dreirad ist bei Spaziergängen unser stetiger Begleiter geworden und sie düst damit wie eine Wilde durch die Gegend. Ihr Traum aber ist ein rosa-weißes Fahrrad, das sie beim Fahrradhändler probefahren durfte.
Mein Gefühl sagt mir, sie entwickelt sich völlig normal und ich bin glücklich zu sehen, wie aus meinem kleinen Baby eine eigenständige kleine junge Dame wird. In den letzten Tagen mußte ich mir so manche Träne im Augenwinkel verkneifen.

Zu unseren Renovierungsarbeiten muss ich wohl im Moment nicht viel sagen. Im Artikel Restarbeiten Bad und Flur habe ich den aktuellen Stand zusammengefasst. In der nächsten Zeit werde ich dann noch ein paar Fotos machen und euch ein wenig auf unsere fast verschwundene Baustelle schauen lassen.

Dank der vielen Fiebertage waren wir in den letzten Wochen nur bedingt unterwegs. Ab und an haben wir mal beim Möbelschweden reingeschaut und ein Eis gegessen. Häufig waren wir im Garten und natürlich auch in diversen Gartencentern unterwegs. Unsere Terrasse soll zumindest ein bisschen ansehnlich gestaltet sein. Dank des tollen Wetters verbringen wir mittlerweile wieder viel Zeit im Garten und auch das Miniplanschbecken wurde schon benutzt (allerdings wird es mittlerweile tatsächlich klein und Frau verlangt es nach einer größeren Variante….).
Am letzten Wochenende war Sommerfest in der Nachbarschaft. Das Sommerfest wird jedes Jahr vom Siedlerbund ausgerichtet und findet im Wendehammer unserer Straße statt. Das Wetter war toll und so konnten wir bis spät abends mit den Nachbarn quatschen und ein Bierchen trinken. Die Kinder hatten Spass dabei, die angrenzenden Felder zu plündern und einige Gärten unsicher zu machen. Wir haben unsere Maus kaum gesehen an diesem Abend. Das Sommerfest ist jedes Jahr wieder schön. Einen herzlichen Dank an den Siedlerbund unserer Strasse für die tolle Organisation.
Ansonsten haben wir die Wochen mit tausenderlei Kleinigkeiten wie Marmelade kochen, die Rheinkirmes besuchen, das Wohnzimmer umziehen, Sperrmüll aussortieren und entsorgen oder Spielplätze besuchen gefüllt. Jeden Tag ist etwas anderes los, Ruhe gibt es erst nach Mitternacht und dann auch nur, wenn die Maus ausreichend müde war. Mittlerweile ist es wiedermal nach Mitternacht und ich muss morgen wieder früh raus. Daher: Husch husch ins Bettchen und in meinen Träumen den neuen Tag gestalten.
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Eingeordnet unter Alltagsgeschehen, Kinder, Kinder..., Leben

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