Wenn man das Salz auf den Lippen schmeckt

Die Ferienzeit ist toll. Wenn man dann noch in den Urlaub fahren kann, liegt die Erholung greifbar nah. Einmal raus aus dem Alltag und der gewohnten Umgebung, den brüllenden Projekten und mahnenden Baustellen in Haus und Haushalt.  Für uns bedeutete das dieses Jahr: wir fahren ans Meer. Genauer: nach Sylt und dort am Liebsten in die friesischen Dörfer. Diesmal hatten wir eine kleine Ferienwohnung in Keitum, idyllisch mitten im Ort gelegen. Die Wohnung war klein, aber fein. Für uns drei hatten wir genug Platz, wenn uns auch ein Kinderbett fehlte.

Sechs Tage hatten wir Zeit, die Insel zu erkunden, lieb gewonnene Menschen und Plätze zu besuchen und uns in aller Ruhe zu entspannen. Entsprechend war unsere Tagesplanung meist eher vage. Der Tagesablauf wurde spontan auch gerne mal überarbeitet – auch das Wetter hat an manchen Tagen seinen Teil zur Umplanung beigetragen.
Wie es an der See halt eben so ist, war es recht wechselhaft: Mal Sonne, mal Regen, mal mehr Regen, mal bewölkt – aber immer mit kräftig Wind dabei. Aber mal ganz ehrlich….
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… Sylt ist unsere liebste deutsche Insel, immer wieder zieht es uns hier her. Klein kann man sie bestimmt nicht nennen, aber sie ist gerade groß genug für eine Woche ruhigen Urlaub ohne Stress. Stundenlang kann man z.B. an den unterschiedlichen Stränden oder in den Dünen und an den Kliffs spazieren gehen. Dabei kann man sich wunderbar unterhalten, Probleme wälzen oder sich einfach an seinen Partner kuscheln. Alternativ erklärt man seiner dreijährigen Tochter Ebbe und Flut, Muscheln und Quallen und was man alles mit Sand so anstellen kann. Die Insel bietet aber noch viel mehr, vor allem auch für kleine Kinder. Nicht nur die strategisch platzierten und toll gestalteten Spielplätze überall auf der Insel sind ein Traum. Auch eine Kutterfahrt zu den Seehundbänken, die „Naturgewalten“ -ein Naturerlebniszentrum direkt an Deutschlands nördlichster Spitue – und die Sylter Welle sowie das Aquarium sind einen Besuch definitiv Wert. Dazu kommen viele Wellnessangebote, Kinderfreizeitstätten, Museen, Wattführungen, Ausflugsmöglichkeiten auf die benachbarten Inseln und noch vieles mehr.

Unser erster Weg auf der Insel führt uns immer nach List in den Hafen. Je nach Tageszeit wird dort gefrühstückt oder es gibt in Deutschlands nördlichsten Fischrestaurant ein Matjesbrötchen. Auch der Spaziergang am Strand und durch die Alte Tonnenhalle darf nicht fehlen. Erst danach fahren wir in die Ferienwohnung.
Sehr gerne sind wir auch am Strand von Hörnum, direkt am Leuchtturm. Jeden Urlaub essen wir dort eine Waffel oder ein Stückchen Kuchen und trinken Kaffee. Am Strand kann man wunderbar baden, Muscheln suchen und Schiffe beobachten. Muscheln sammeln kann man im übrigen auch gut an den Stränden von List und Westerland. Meine Tüten sind dieses Jahr schön voll geworden, so dass ich mit der Maus bald ein bisschen basteln kann.
Dieses Jahr haben wir auch den Mittelaltermarkt in Morsum besuchen können, wo es neben Speis und Trank, Musik und Tanz auch viele schöne Stände mit Kunsthandwerk zu sehen gab. Vor allem für die Kinder war interessant, dass man einiges (töpfern, drechseln, Bogenschießen, Schmuckherstellung) auch selbst ausprobieren durfte.
Schlussendlich waren wir häufig in den Orten und an den Stränden spazieren, da unsere kleine Maus sehr aktiv ist (eigentlich kaum zu bändigen…). Dazu kommen natürlich noch Besuche im Schwimmbad Sylter Welle und ein ganz klein wenig shoppen (natürlich nur für die Maus – für wen sonst). Als Kapitänstochter hat es mich außerdem mal wieder aufs Wasser hinausgezogen: Wir sind mit einem Ausflugskutter zu den Seehundbänken gefahren und haben auch tatsächlich Seehunde gesehen! Außerdem wurden Seetiere mit dem Schleppnetz gefangen und von den Kindern begeistern begutachtet. Auch unsere Maus war mutig und hat Seesterne, Krabben und Garnelen in die Hand genommen.

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Zu guter Letzt besuchen wir auch jeden Urlaub liebe Freunde auf der Insel, die dort seit Jahren leben. Die Stunden sind jedes Mal wunderschön und bereichernd. Zudem war es dieses Jahr schön mit anzusehen, wie gut sich die kleine Maus nahezu auf Anhieb (für ihre Verhältnisse) mit ihnen verstanden hat. Wenn es nach ihr ginge, hätten wir die beiden glatt mit nach Hause genommen. Der Garten „gehörte“ ja eh schon der kleinen Maus. 😉

Den Abschluss des Urlaubs bildet meist ein ausgiebiges Frühstück im Restaurant am Morsumer Kliff, draußen im Strandkorb mit Blick auf die Wiesen und das Naturschutzgebiet. Einfach herrlich – und ein würdiger Abschluss eines schönenen Urlaubs.

Wie nach jedem Urlaub verlasse ich die Insel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich liebe den Norden und vor allem das Meer. Wenn ich die salzige Luft auf meinen Lippen schmecke, beginnt die Erholung von ganz alleine. Der Wind in den Haaren tut sein übriges, um die Sorgen zu verjagen. Wir werden wohl immer wieder auf die Insel kommen und den Seewind genießen.

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Sylt – wir kommen bald wieder!

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Ausflüge, Urlaub, Spiel und Spass, Leben

2 Antworten zu “Wenn man das Salz auf den Lippen schmeckt

  1. Sehr schöner Bericht! Auch wir lieben die See. Gerade am Wochenende haben wir einen Spontanbesuch an Ost- und Nordsee gemacht! Unsere Maus liebt das Wasser. Der nächster Urlaub geht auch an die deutsche Nord- oder Ostsee!

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