Sticken für die Piratenprinzessin

Im letzten Post hatte ich ja bereits angedeutet, dass mein allerliebster kleiner Schatz ihren Geburtstag gefeiert hat. Vier Jahre ist sie alt geworden und hat sowohl die Familienfeier mit Oma und Opa als auch den Kindergeburtstag  in vollen Zügen genossen.

Zuerst aber wurde im Kindergarten gefeiert. Hier hat sich unser kleiner Energiebündel einen Piratengeburtstag gewünscht. Soweit so gut. Wir haben Piratendekoration besorgt, Teller, Becher und Servietten ausgesucht und Waffelteig für sechzig Waffeln vorbereitet. Leider fehlte das wichtigste: ein Piratenkostüm. Kopftuch, Bluse, Hose und „Rock“ waren schnell zusammengestellt. Es fehlte nur noch das i-Tüpfelchen: eine Weste. Und da sowieso das ganze Kostüm ein wenig „eigenwillig“ und vor allem Pink war, habe ich ihr flugs eine kleine Weste genäht.

Der Clou: es ist eine Wendeweste aus rosa Satin und blauem Leinen, beides hat die junge Dame sich selbst ausgesucht. Einen passenden Schnitt habe ich kurz vorher bei Pattydoo gesehen. Schnell war er ausgedruckt und zusammengeklebt.
Dann fehlte noch die Verzierung. Nach einigem Suchen habe ich mich für aufgestickte Flügel innen und außen entschieden, da der traditionelle Totenkopf bei meiner kleinen Piratenprinzessin wohl nicht auf Gegenliebe gestoßen wäre. Daher bot sich mir außerdem noch die Gelegenheit, die Stickeinheit meiner Nähmaschine mit einem Stickmuster vom USB Stick zu testen. Der erste Versuch scheiterte kläglich – die Stickmaschine erkannte den USB-Stick nicht und ich war erstmal ratlos. Am Ende stellte sich heraus, dass der Stick zu groß dimensioniert war: 16GB verträgt sie nicht, 4GB haben wunderbar funktioniert – jetzt klappte es auch mit den Flügeln.

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Dummerweise habe ich mir beim Zusammennähen der Weste doch nochmal unnötig Arbeit gemacht: ich wollte die Weste nicht komplett mit Schrägband einfassen (wie es in der Anleitung stand), sondern einfach wenden. Deshalb habe ich auch die Armöffnungen rundum vernäht und versäubert. Das war eine selten dumme Idee, denn mit wenden war jetzt nichts mehr. Also wieder auftrennen und für die Armöffnungen schnell Schrägband produzieren und sie einfassen. Die Aussennaht dann noch fix abgesteppt und fertig war die Weste.

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Folgendes habe ich gelernt:

  1. Auch auf Satin kann man wunderbar sticken
  2. Halte Dich an die Nähanleitung, wenn Du „nur schnell noch“ eine Kleinigkeit nähen willst
  3. Schrägband aus Satin ist rutschig und will extremst festgesteckt werden
  4. Schrägband will außerdem exakt genäht werden, ansonsten sieht es seltsam aus

All meinem nächtlichen Ärger zum Trotz: meine Maus war hochgradig begeistert von Weste und Kostüm und ich damit mehr als entschädigt (und um einiges an Erfahrung reicher).
In einem der nächsten Posts erzähle ich euch dann vom Kindergeburtstag der kleinen Maus. Nur soviel sei gesagt: es wurde Putzgerät aus Reisig gebraucht 😉

Bis zum nächsten Mal und alles Liebe
Anja

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Eingeordnet unter DIY, Nähen

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