Ein verzauberter Kindergeburtstag

Im letzten Post hatte ich es bereits erwähnt und diesen bin ich euch dann leider schuldig geblieben (aber besser spät als nie): unser Mäuschen hatte Geburtstag. Vier Jahre ist sie nun alt und jetzt groß. Sagt sie. Ich hätte gern noch eine Weilchen mein kleines Mädchen, dass ich auch mal verwöhnen darf. Aber Mademoiselle kann jetzt alles alleine und entscheidet auch selbst – und es ist ganz schön schwierig hier die Grenze zwischen Selbstständigkeit (die ja gewollt ist) und den Möglichkeiten einer Vierjährigen zu finden. „Alles“ ist halt eben noch nicht möglich, aber wer erklärt dass einer trotzköpfigen Vierjährigen? Es steht uns also ein aufregendes neues Lebensjahr bevor.

Aber nun zu den Geburtstagsfeiern….
Eingeläutet wurde das neue Lebensjahr mit vielen Geburtstagsfeiern: zunächst einmal, direkt am Geburtstag selbst, im Kindergarten, wo es ein Piratenfest gab (darüber habe ich hier bereits geschrieben). Direkt im Anschluss wurde zu Hause mit Familie und Oma und Opa weiter gefeiert. Jetzt gab es auch erst die Geschenke, denn vor dem Kindergarten hätte das Geschenke-Auspacken nur zu Stress geführt. Daher gab es vor dem Kindergarten auch nur eine Kleinigkeit, damit der Geburtstagstisch nicht so leer aussieht.

Am Wochenende darauf folgte dann der heiß ersehnte Kindergeburtstag. Nach vielen Diskussionen im Vorfeld hat sich unsere Maus für ein Motto für ihre Party entschieden. Ein Hexengeburtstag sollte es werden. Aber bitte nichts gruseliges, sondern mit einer lieben und lustigen Hexe. Aha. Nun ja, damit fielen sehr viele Ideen bzgl der Dekoration schon mal raus, da sie sehr an Halloween angelehnt und damit per Definition auf gruselig waren. Am Ende gab es eine „kleine Hexen“ Dekoration in burgunderrot und violett, mit Hexenbesen, Luftballons und Konfetti. Zusätzlich gab es für jedes Kind einen Hexenhut, den es direkt nach der Ankunft erhalten hat. Damit aber auch dem Getier genügte getan wurde, habe ich Muffins und Kuchen mit Zuckerguss, Schlangen und Fröschen verziert. Die kleinen Hexen und Hexer waren begeistert. Für ganz Mutige gab es außerdem „Krötenschleim“ (Waldmeistersirup mit Sprudelwasser) zu trinken. Meine Maus ist immer noch ganz scharf auf den Sirup….

Nachdem alle Hexen und Hexer eingetroffen waren, wurden Geschenke ausgepackt. Die Erfindung der „Geburtstagskiste“ war in dieser Hinsicht die beste Idee ever, denn so wurde nur das geschenkt, was die kleine Maus sich auch tatsächlich gewünscht hat. Einen kleinen „Unfall“ hat es dennoch gegeben, denn Oma und Opa hatten leider zwei Tage vorher unwissentlich eine Playmobilbox geschenkt, die auch in der Geschenkekiste vorhanden war – und die kam natürlich auch gleich mit 😦 Manchmal hat man einfach Pech, wenn die Verwandtschaft in ganz Deutschland verstreut wohnt.

Im Anschluss gab es erstmal eine Stärkung in Form der bereits erwähnten süßen Leckereien. Nachdem alle gesättigt waren und eine Runde im Kinderzimmer gespielt hatten, ging es raus auf die Straße. Auf dem Programm standen einige „Hexen“spiele, wie „Hexenbesenwettfliegen“, „Kröteneierlaufen“, „Hexe, Hexe was kochst Du heute“ und ähnliches. Leider war es zu diesem Zeitpunkt noch ein wenig bedeckt, so dass Jacken gebraucht  wurden und die Spiele rote Wangen zauberten. Um wieder zu Atem zu kommen, gab es danach im Haus nochmal Saft und Limo und ein bisschen Zeit im Kinderzimmer, damit der nächste Programmpunkt vorbereitet werden konnte. Denn im Anschluss haben wir magische Tüten und Zauberstäbe gebastelt. Dafür habe ich im Vorfeld allerlei Bastelmaterial besorgt wie Papiertüten, Federn, Stempel, Filz- und Wachsmalstifte, Glitzersteine und Pfeifenreiniger. Die Zauberstäbe waren ganz klassisch Haselnussruten, die ich am Vortag im Garten geschnitten hatte. Mit Feuereifer wurde nun gemalt, geklebt, verschönert und dekoriert. Am Ende hatte jeder seine Zaubertüte, die sich später auf wundersame Weise füllen würde, und seinen ganz persönlichen Zauberstab.

Jetzt war es Zeit für das Abendessen. Es gab, Kindergeburtstag-like, Pommes Frites mit „Hexenbesen“ Würstchen. Dazu habe die Brühwürstchen an einer Seite eingeschnitten und auf der anderen Seite in eine Scheibe Blätterteig eingerollt. Solange das Essen in Arbeit war, ging es für die Rasselbande raus in den Garten, denn mittlerweile hatte sich die Sonne hinter den Wolken vorgewagt. Schaukel, Rutsche, Sandkasten und diverse Fahrzeuge wurden mit Beschlag belegt. Parallel kamen die ersten Eltern zum Abholen eingetrudelt, denn ich habe mich dummerweise ein wenig in der Zeit verrechnet. Daraus entstanden ist eine lustige Abholrunde, die sich im Garten gut amüsiert hat, bis die Kinder fertig gegessen hatten.

Am Ende des Tags war nicht nur die kleine Maus ziemlich fertig, sondern auch meine Freundin und ich. Meine Freundin war so lieb, mich den ganzen Tag mit den Kindern zu unterstützen, mit zu basteln und zu spielen. Ohne sie hätte der Tag lange nicht so gut funktioniert. An dieser Stelle daher nochmal vielen lieben Dank für die tolle Unterstützung.

Leider blieb an diesem Tag nur wenig Zeit, sich um etwas anderes zu kümmern als um die Mäuse, daher heute leider keine Fotos. Ich hoffe, ihr verzeiht mir.

Bis zum nächsten Mal und alles Liebe
Anja

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Kinder, Kinder..., Leben

3 Antworten zu “Ein verzauberter Kindergeburtstag

  1. Dank dir. Ohne mich hättest du das auch geschafft.
    Ich mach das doch gerne, besonders für dich.

  2. Ach doch nicht dafür, habe doch gar nicht so viel getan.
    Ich mach das doch gerne, besonders für dich.

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